DAS WICHTIGSTE IN 20 SEKUNDEN
Seit 1. Jänner 2026 gelten neue Einkommensteuer-Tarifstufen: 0 % bis 13.539 €, dann 20 %, 30 %, 40 %, 48 %, 50 % und 55 % ab 1 Mio. €. Alle Grenzen wurden um 1,733 % angehoben — das sind aber nur zwei Drittel der Inflation von 2,6 %, denn 2026 bis 2029 wird die kalte Progression nicht mehr voll ausgeglichen.
Wie jedes Jahr wandern die Tarifstufen der Einkommensteuer nach oben — 2026 allerdings mit einem wichtigen Haken. Die Grenzen wurden um 1,733 % angehoben, das entspricht genau zwei Dritteln der maßgeblichen Inflationsrate von 2,6 %. Das letzte Drittel behält der Finanzminister ein: Mit dem Budgetbegleitgesetz 2025 wurde der volle Ausgleich der kalten Progression für die Jahre 2026 bis 2029 ausgesetzt.
Die Tarifstufen 2026 im Überblick
| Einkommen (jährlich) | Steuersatz |
|---|---|
| bis 13.539 € | 0 % |
| über 13.539 € bis 21.992 € | 20 % |
| über 21.992 € bis 36.458 € | 30 % |
| über 36.458 € bis 70.365 € | 40 % |
| über 70.365 € bis 104.859 € | 48 % |
| über 104.859 € bis 1 Mio. € | 50 % |
| über 1 Mio. € | 55 % (befristet) |
Wichtig zum Verständnis: Das ist ein Stufentarif. Nur der Teil deines Einkommens, der in eine Stufe fällt, wird mit dem jeweiligen Satz besteuert — nicht dein gesamtes Einkommen. Wer 2026 also 40.000 € Gewinn macht, zahlt für die ersten 13.539 € gar nichts und rutscht erst mit dem Anteil über 36.458 € in die 40-%-Stufe.
Was der Zwei-Drittel-Ausgleich konkret bedeutet
Seit 2023 wurden die Tarifgrenzen automatisch an die Inflation angepasst, damit dich Lohn- und Gewinnsteigerungen nicht schleichend in höhere Steuerstufen drücken. Dieses Prinzip gilt weiter — aber eben nur noch zu zwei Dritteln:
- 2026 bis 2029: Die Stufen steigen jährlich nur um zwei Drittel der Inflationsrate.
- Effekt: Ein Drittel der kalten Progression bleibt beim Staat. Bei gleichem Realeinkommen zahlst du also Jahr für Jahr etwas mehr Steuer, als es bei vollem Ausgleich der Fall wäre.
- Für wen relevant: Für alle — Angestellte, Selbstständige, Onlinehändler. Je näher dein Einkommen an einer Stufengrenze liegt, desto spürbarer der Unterschied.
Was heißt das für dich als Onlinehändler oder Selbstständiger?
Die neuen Grenzen gelten für dein Einkommen des Jahres 2026 — also für die Steuererklärung, die du dafür später abgibst. Für die Planung heißt das: Wenn du deine Vorauszahlungen 2026 kalkulierst oder überlegst, ob sich Investitionen oder ein Gewinnfreibetrag heuer besonders lohnen, rechne mit den neuen Stufen. Und falls deine Erklärung 2024 oder 2025 noch offen ist: Mit steuerlicher Vertretung verschaffst du dir über die Quotenregelung deutlich mehr Luft bei den Fristen. Wie wir das für Onlinehändler konkret angehen, siehst du bei unserer Steuererklärung für Selbstständige im Onlinehandel.
FÜR DICH HEISST DAS
Prüfe deine Einkommensteuer-Vorauszahlungen 2026 gegen die neuen Tarifstufen und plane Gewinn, Investitionen und Gewinnfreibetrag mit den aktuellen Grenzen — liegt dein Einkommen knapp über einer Stufe, lohnt ein genauer Blick. Wenn du unsicher bist, klären wir das in einem unverbindlichen Erstgespräch.
QUELLEN · ÖSTERREICH
Rechtsstand dieses Beitrags: 6. Februar 2026 · maßgeblich sind die verlinkten offiziellen Quellen · keine individuelle Beratung.